Der Jawbone UP3 Aktivitätstracker im Test

Fitnessarmbänder hatte ich hier schon einige im Test, zuletzt erst die Withings Acitité Pop. Der Name Jawbone ist für mich ebenfalls kein Fremdwort, jedoch bin ich nicht ganz positiv gestimmt, wenn ich an Jawbone denke. Das Erste war eigentlich total super, jedoch nicht lange in Benutzung, da ich nach dem Release des Jawbone UP2 direkt umgestiegen bin. Aus technischer Sicht haben sie meiner Meinung nach alles gemacht, was man Jawbone versprochen hat. Die Armbänder haben meine Schritte und auch meinen Schlaf „korrekt“ getrackt. Dazu kam, dass sie Spritzwasser geschützt waren, sodass das Armband eigentlich nie abgenommen werden musste. Das klingt eigentlich alles ganz gut soweit oder? Meine Herzdame hat ebenfalls ein Jawbone UP2 erhalten, wir waren zufrieden und haben sogar auch unser Essen täglich getrackt.

Das ging 4-5 Monate gut, dann kam der Tag an dem die Vibration ausfiel und anschließend konnte man das Schlaftracking nicht mehr aktivieren, bei beiden Armbändern. Der Support hatte mir geraten die Armbänder zu resetten, das habe ich dann auch gemacht, jedoch hat es nichts gebracht. Die Armbänder funktionierten einfach nicht mehr.

Somit war ich erst einmal ein wenig skeptisch mit dem Jawbone UP3, nach dem ich mir ein paar Meinungen im Netz eingeholt habe, war ich dann aber doch erst einmal positiv gestimmt und wollte mir das UP3 dann auf jeden Fall anschauen. Die Einrichtung lief, wie auch schon bei den vergangenen zwei Armbändern reibungslos. Man muss das Armband erst einmal mit dem mitgelieferten USB-Kabel mit dem Rechner verbinden und damit aktivieren und kann es dann anschließend vom Kabel nehmen und um den Arm binden und abschließend einrichten. Dazu muss man sich dann noch ein Benutzerkonto bei Jawbone anlegen. Wenn man es nicht einfach nur als Accessoire, sondern tatsächlich als Sport und Ernährung-Gadget nutzen möchte, gibt man noch alle nötigen Daten wie Größe, Gewicht und Alter, sowie E-Mail-Adresse und ein Passwort mit an. Dann kann das Armband genutzt werden. In meinem Fall hat das Armband noch ein Update erhalten und war somit gleich auf dem aktuellen Stand. Wie man es den Bildern entnehmen kann, habe ich mich für meinen Test, für die schwarze Version entschieden. So passt es auch modisch zu allem was man so anzieht.

Wenn wir schon bei der Mode sind, das UP3 weist die ersten beiden Versionen auf jeden Fall was die Optik angeht, in die Schranken. Ich finde es wirklich sehr schick, vor allem auch im Gegensatz zum UP4, würde ich mich ohne Fragen für das 3er entscheiden. Das Jawbone UP hat seit der dritten Version nun auch endlich einen richtigen Verschluss, sodass man sich nicht für eine bestimmte Größe entscheiden muss, die schlussendlich dann doch nicht passt. Jetzt kann man sich das Armband einfach für jeden Arm passend umbinden und mit einem lächerlichen Gewicht von 29 Gramm ist der Fitnesstrecker absolut federleicht und lässt sich perfekt tragen.

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Smartwatches haben es mir einfach noch nicht angetan, zwar hatte ich schon einige um den Arm und habe diese auch gerne genutzt aber eine Akkulaufzeit von einem Tag, ist einfach lächerlich. Mich nervt es ja schon, dass ich das Smartphone täglich an die Steckdose packen muss. Wenn ich jetzt noch eine Smartwatch täglich laden müsste, dann würde ich den Spaß einfach daran verlieren und immer das Gefühl haben, ich kann nicht so viel mit der Uhr machen, da der Akku sonst noch schneller leer ist. Das ist ja eigentlich nicht Sinn der Sache. Das Jawbone UP3 bietet mir persönlich viele Funktionen, die mir z.B. auch eine Smartwatch bietet, bzw. Funktionen die ich mit einer Smartwatch genutzt habe, das jedoch mit einer Akkulaufzeit von durchschnittlich 6 Tagen (in meinem Test). Dazu zählt in meinem Fall das Tracking von Schritten, vom Schlaf und auch das Wecken am Morgen. Einzig das Anzeigen von Nachrichten fehlt mir, darauf kann ich aber gerne verzichten, wenn alles andere einwandfrei funktioniert und während meiner aktiven Testphase klappte es.

Wie bereits weiter oben erwähnt, hatte ich damals auch mein Essen protokolliert, das mache ich aktuell auch wieder mit dem UP3. Das hat für mich den positiven Effekt, dass ich tatsächlich wieder ein wenig darauf achte, was ich esse und wie viel und eben das wünsche ich mir auch von so einem Gadget, dass es mich positiv beeinflusst. Das iPhone hat z.B. ja auch einen integrierten Schrittzähler, jedoch habe ich den nur am Anfang genutzt und das Ganze dann wieder aus den Augen verloren, bei dem Armband ist es eben so, dass ich täglich mal reinschaue, was ich bis heute schon geschafft habe. Wenn ich mal zu lange sitze, erinnert mich das Armband via Vibration daran, mich mal wieder zu bewegen und das nicht nur von der Couch zum Kühlschrank und wieder zurück. Je nach gestecktem Ziel, sollte man die voreingestellten Schritte zumindest erreichen. Das bedeutete in den letzten eher ruhigeren Renovierungs- und Umzugstagen, dass man bei dem wundervollen Herbstwetter am Nachmittag noch einmal ne Runde spazieren gegangen ist.

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Was ich am UP3 ein wenig schade finde ist, dass ich es nicht mit ins Schwimmbad nehmen kann, dabei hatte ich vor in den kalten Herbst- und Wintertagen öfter schwimmen zu gehen, denn der Tracker ist nur Spritzwasser geschützt und nicht wasserdicht, es kann aber z.B. mit unter die Dusche genommen werden. Ganz so schlimm ist es aber nicht, denn man hat selbstverständlich die Möglichkeit innerhalb die Aktivität nachzutragen.

Das Schlaftracking funktioniert mit dem aktuellsten Update übrigens komplett von alleine, ohne dass man irgendwas aktivieren muss. Das finde ich richtig gut, denn mit den alten UPs ist es mir schon oft passiert, dass ich vergessen hatte das Schalftracking zu aktivieren, das Armband erkennt nun wenn du schläfst. Das klappte in meinem Test mit der Withings Acitivité Pop wirklich richtig gut, es gab lediglich Unterschiede von 20 Minuten, welcher Trecker dabei besser gemessen hat, das kann ich nicht sagen, dafür müsste ich wohl ins Schlaflabor und meinen Schlaf da, mit den beiden Gadgets testen lassen.

Ich stehe noch ganz am Anfang mit meiner Ernährungsumstellung und mit dem Sport, deswegen nutze ich das Jawbone UP3 aktuell auch nicht als Sporttracker, sondern wie oben bereits erwähnt als Motivationsgadget. Das Armband kann dank der verbauten Sensoren, auf er Innenseite des Armbands auch den Ruhepuls messen. Warum genau der Ruhepuls gemessen wird, erklärt euch Jawbone am besten selbst:

„Bei einem gesunden Herz geht es um wesentlich mehr als um Schläge pro Minute. Unsere intelligenten Bioimpedanz-Sensoren können deinen Ruhepuls und deine passive Herzfrequenz automatisch aufzeichnen. Mithilfe dieser Daten bist du dann in der Lage, auf das wichtigste Organ deines Körpers gut aufzupassen.“

Alles in allem stehe ich noch am Anfang mit dem UP3, auch wenn ich das Armband schon 2-3 Wochen nutze aber einige Abläufe müssen sich noch festigen, wie das akkurate Erfassen der Mahlzeiten, ab und passiert es mir schon noch mal, dass ich es vergesse. Ein kleiner Tipp von mir, erfasst es schnellstmöglich nach dem Essen, dann ist es noch aktuell und ihr könnt euch nicht selbst bescheissen und weniger erfassen als ihr zu euch genommen habt. Die Datenbank der Mahlzeiten ist echt riesig und eigentlich findet ihr immer das passende Gericht oder Getränk innerhalb der App. Ihr könnt, wenn ihr keine Lust habt zu tippen, auch ganz einfach, wenn vorhanden, den Barcode des Produktes einscannen. Das Tracking und auch das Erfassen der Mahlzeiten macht es für mich mittlerweile unverzichtbar. Ich nutze es echt gerne und möchte es nicht mehr missen, zwar muss ich das hier vorgestellte UP3 wieder zurück schicken, ich werde es mir aber auf jeden Fall auch zulegen, denn es läuft damit gerade ganz gut, vor allem weil ich wieder, wie oben erwähnt, darauf achte was und wie viel ich esse. Das ist in den letzten Monaten ein wenig ausgeartet, was mir die Waage dann auch gezeigt hat.

Ich bin mit dem UP3 absolut zufrieden und kann es jedem nur empfehlen, auch wenn der Preis mit knapp 180€ nicht gerade günstig ist. Für mich gehört das Armband mittlerweile ebenso zu meinen Daily Essentials, wie das Smartphone. Es ist natürlich nur eine Kopfsache und das würde ich auch mit einem anderen Fitnesstracker machen aber wie oben bereits erwähnt, achte ich wieder darauf, dass ich nicht zu viel esse und gehe am Tag auch ein paar Schritte mehr als sonst, das zeigt mir auch der Schrittzähler im iPhone. Vor dem Armband bin ich an einem Arbeitstag in der Regel 5000 Schritte gegangen, seitdem ich es trage und wieder arbeiten bin, sind es im Durchschnitt schon 8000 geworden. Das kann man natürlich noch steigern aber ich bin schon einmal froh über dieses Ergebnis und kann jedem nur empfehlen, sich ein solches Gadget zu zulegen, welches dann natürlich auch genutzt und nicht nur getragen werden sollte.

Wenn ihr interessiert seid und auch zuschlagen wollt, dann schaut einfach hier vorbei, da könnt ihr euch das Jawbone UP3 bei Gravis kaufen.


Werbung: Das Jawbone UP3 wurde mir von Gravis für den Test zur Verfügung gestellt.

Kategorien Lifestyle

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3 Kommentare zu “Der Jawbone UP3 Aktivitätstracker im Test

  1. Ich habe gerade deinen Artikel gelesen. Dabei ist mir aufgefalle, dass alles, was du bei der jawbone vermisst, du für etwa das gleiche Geld haben kannst

    • Hallo Erwin,
      das hört sich absolut klasse an, vielen Dank für den Tipp, die schaue ich mir zuvor noch einmal an.

    • Naja, dafür kann die ohne Brustgurt keine Herzfrequenz aufnehmen… Und mit dem (wenn man vom Herstellerpreis ausgeht) ist man dann bei 300€ – zumal man den Brustgurt wohl nicht so schön unauffällig trägt wie die UP3

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