Rebuy – Ein persönlicher Erfahrungsbericht als Verkäufer

Weihnachten ist längst vorbei und der eine oder andere hat vielleicht ein neues Tablet oder Smartphone erhalten. Vielleicht wurde sogar ein vorhandenes Gerät durch ein neues, besseres ersetzt. Meistens ist das alte Gerät noch relative ok und auch zu schade um es einfach im Keller abgelegt zu werden. Und wenn dann noch im Familien- / Freundeskreis ein Gerät nicht mehr weiter vermittelt werden kann und der Keller auch keine Option sein soll, kommen Dienste wie Rebuy in Frage, um daraus noch Kapital zu schlagen.

Getestet habe ich das Ganze an einem HTC Desire Z und einem Archos 101 Internet Tablet 8GB der 8. Generation.
Sobald man ein Gerät eingegeben hat wird der Preis noch etwas genauer berechnet und zwar anhand der Fragen ob das Gerät ein Netlog hat, das Ladekabel und der Original Akku vorhanden ist, Gravur / Branding und der sehr wichtige Punkt „optischer Gesamteindruck“. Ist man mit dem angezeigten Preis zufrieden, kann man sich Anmelden und die benötigten Unterlagen wie DHL Retourschein ausdrucken und damit die zu verkaufenden Geräte versenden. Positiv ist hier zu erwähnen, das bei mir keine Versandkosten fällig wurden.
Sobald die Ware bei Rebuy angekommen ist, wird sie gründlich untersucht und es wird seitens Rebuy eine Einschätzung abgegeben und ein Angebot unterbreitet. Nimmt man dieses an, wird einem das erzielte Geld gut geschrieben und man kann es sich auf ein Konto oder Paypal überweisen lassen.

Kommen wir aber nun zu den Geräten die ich versendet habe. Da wäre zum einem ein HTC Desire Z.

Neupreis waren vor zwei Jahren 350€ und es hatte weder Simlok noch ein Branding. Es wurde pfleglich behandelt und ist in den 2 Jahren der Benutzung steht´s im Lederetui transportiert worden. Natürlich haben sich die 2 Jahre schon bemerkbar gemacht und zwar auf der Rückseite am Akkudeckel. Dieser ist beschichtet und diese Beschichtung löst sich so ziemlich bei jedem HTC Desire Z ab. Bei Ebay und Amazon gibt es einen Austauschdeckel für 10€ bzw. 16€. Findige Nutzer haben den Akkudeckel mit Politur bearbeitet, womit die Beschichtung zwar abgeht aber darunter sauberes Metall zum Vorschein kommt.
Der maximal zu erzielende Verkaufspreis für das HTC Desire Z abhängig des Zustands:

  • sehr gut mit 128€
  • gut 115,20€
  • in Ordnung 96€
  • mangelhaft 44,80€

Da das HTC Desire Z allerdings leichte Gebrauchsspuren hatte und ich mir sicher war, das es wegen dem Akkudeckel eine Bewertungsstufe herabgestuft wird, habe ich es mit Zustand gut eingestellt was 115,20€ einbringen sollte. Das zweite Gerät war mein in die Jahre gekommene 10 Zoll Tablet von Archs (101 Internet Tablet 8gb Generation8).

Das Archos hatte ich im Januar 2011 für 299€ beim Saturn erstanden. In Summe ist es eigentlich ein Klasse Gerät mit nur einem dicken Minus und zwar dem zu geringen Arbeitsspeicher. Auch dieses Gerät wurde relative pfleglich behandelt und hatte keine übermäßigen Kratzer oder andere Beschädigungen und wurde mit original Verpackung und Zubehör versendet.

Hier einmal die Übersicht des damaligen Warenkorbes:

Am Montag hatte ich das Paket versendet und es kam am Donnerstag an. Am Freitag hatte ich dann prompt auch schon eine Mail im Postfach die mich aufforderte die Website von Rebuy zu besuchen, da von mir die Entscheidung gefragt war ob ich das HTC verkaufen möchte. Als ich dann allerdings die 44,80€ gesehen habe, ist mir dann doch erst mal die Kinnlade runter gefallen. Klar war der gesamte Zustand nicht sehr gut, da ja der Akkudeckel wegen der abblätternden Beschichtung das Gesamtbild stark trübte.

Aber gleich so viel? Nun als Verkäufer sieht man das immer ein wenig anders. Ich habe mich dann dazu entschlossen, es für den Betrag nicht zu verkaufen. 3 Tage später hatte ich es wieder in der Hand und nach ein wenig polieren des Akkudeckels sieht dieser nun so aus:

Zwar nicht ohne Macken aber meiner Meinung nach nicht katastrophal. Beim Archos dauerte die Beurteilung ein wenig länger. Gute eineinhalb Wochen nach Erhalt kam dann die Info, dass das Archos vom  Zustand von gut auf in Ordnung abgeändert wurde. Dies bedeutet 56,31€ statt 69,07€. Ich habe mich dann dazu entschlossen es zu verkaufen, da ich es eigentlich nicht mehr großartig genutzt habe. 

Fazit:
Wenn man noch ein wenig Geld mit den alten Geräten erzielen möchte, ist Rebuy zu empfehlen. Der Versand ist kostenlos und auch die Rücksendung bei „lieber doch nicht mehr verkaufen“ ist auch kostenfrei. Das Rebuy Geld verdienen will ist klar und wird meiner Meinung nach beim Ankauf der Geräte gemacht. In der Regel kann man ein Gerät das zwei Jahre in gepflegter Nutzung war, mit Zustand „in Ordnung / starke Gebrauchsspuren“ angeben, was hart aber realistisch ist.

5 Kommentare zu “Rebuy – Ein persönlicher Erfahrungsbericht als Verkäufer

  1. Hallo, du könntest jetzt versuchen dein HTC bie anderen Verkaufsportalen zu verkaufen: Momox.de und flip4new.de bieten ähnlich hohe Ankaufspreise wie rebuy.de: http://www.verkaufsportale-vergleich.de/handy-verkaufen.php?preisvergleich=HTC+Desire+Z

  2. Cadamdraft3D

    Ich finde solche Dienste auch angenehm! Gerade wenn man mal keine Lust hat sich mit eBay und Co Käufern rumzuschlagen. Ich hab Flip4you ausprobiert, hat alles sehr schnell und unkompliziert funktioniert. Klar man bekommt nicht die Summe wenn man sich selber in den Verkauf kümmert, aber es ist besonders bequem.
    Monox hab ich auch ausprobiert, da gibt es einen Vorteil, die haben eine iOS App, da kann man z.B. die ISBN Nummer oder den barcode der CD oder DVD Auslesen und bekommt gleich den Preis genannt. 🙂

    • Robert Karg

      Hallo Cadamdraft3D,

      ich hatte im Bericht vergessen zu erwähnen, dass Rebuy auch eine Android App (https://play.google.com/store/apps/details?id=de.rebuy) am Start hat. Diese hatte aber bei mir nicht so gut funktioniert. Einscannen des Barcodes der Verpackung konnte er nicht dem Produkt zuordnen. Aber dafür klappte die Eingabe per Hand recht gut.

      • Cadamdraft3D

        Hallo Robert,
        also ich muss sagen die Momox hat wirklich gut funktioniert. Bei 3 Kartons Bücher und 2 Kartons CD und 1 Karton DVD war beim ersten scannen 90% Treffer und der Rest hat beim zweiten dritten mal geklappt. Bei normalen Produkte Notebook oder so, hab ich nicht ausprobiert.

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