Xiaomi Mi Band 1S im Test

In der Vergangenheit haben wir euch hier schon einige Fitnesstracker vorgestellt, irgendwie habe ich nach meinem Jawbone UP der ersten Generation die Lust verloren, mir ein neues zu kaufen. Danach hatte ich nochmal die Möglichkeit weitere Tracker zu testen, diese mussten nach dem Test aber wieder zurück geschickt werden. Nach dem UP, habe ich es einfach nicht mehr eingesehen 100€ für ein Armband auszugeben, was dann nach einem Jahr nicht mehr funktioniert.

Dazu kam dann auch noch meine unsportliche Lebensweise, weswegen ich erst einmal keinen Sinn mehr darin gesehen habe, mir ein Fitnessarmband zu zulegen, allem voran haben die aktuellen Smartphones sowieso einen Schrittzähler verbaut und das Smartphone habe ich immer dabei.

Vor einigen Wochen dann habe ich meinen Schweinehund eine Backpfeife verpasst und mich im Fitnessstudio angemeldet, zwar hyped das alles gerade extrem, das war aber nicht der Grund meiner Anmeldung. Nach dem Ende meiner Fußballkarriere und dem Start ins echte Leben, habe ich mich so gut wie gar nicht sportlich betätigt. Zwar bin ich mit meinen Kumpels eine Zeit lang noch ein Mal im Monat in die Soccerhalle pöhlen gegangen, das hat sich aber auch irgendwie verlaufen.

Die fehlende Bewegung merke ich, seit Monaten, ach ohne zu übertreiben würde ich sogar Jahre sagen. Ich habe ständig Rückenschmerzen, natürlich auch vom Bürojob. Es war einfach an der Zeit den Arsch endlich hoch zubekommen. Wenn mir nun irgendjemand vorwerfen möchte, dass ich dadurch mit dem Strom schwimme, der möge es behaupten, tangiert mich aber nicht, denn schon nach drei Wochen regelmäßiges Training, fühle ich mich gut. Klar heißt es jetzt durchhalten aber es macht gerade einfach so Spaß, dass ich es mir überhaupt nicht mehr ohne Sport vorstellen kann. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich nun wieder etwas habe, was mich abschalten lässt und das ist großartig, denn ich bin zumindest nicht mehr so lustlos und träge wie in den letzten Wochen und Monaten.

Ein Ziel habe ich nicht, ich möchte mich einfach nur fit fühlen, wenn am Ende ein paar Kilos purzeln oder aber Muskeln zum Vorschein kommen, ist das ein toller Nebeneffekt, der aber in keiner Weise mein primäres Ziel ist. Auch wenn das jetzt ein wenig phrasendreschermäßig klingt würde ich behaupten, dass ich alt genug bin und keinem Ideal entsprechen muss und möchte. Ich denke sogar im Umkehrschluss sorgt genau diese Versessenheit dafür, dass man den Spaß daran verliert.

Jetzt habe ich aber genug über mich geschrieben, kommen wir mal zum dem Thema, worum es in diesen Beitrag eigentlich gehen soll, dem Xiaomi Mi Band 1S, ein Fitnesstracker mit Herzfre­quenz­sensor und Schlaftracking. Wenn man das liest, dann erwartet man schon einen Preis jenseits der 50€. Das ist bei dem Armband Xiaomi aber keineswegs der Fall, im Gegenteil, das Armband kostet keine 20€. Ja, ihr habt richtig gelesen. Eigentlich würden man dann erwarten, dass das Ding nichts taugt, hier muss ich euch aber enttäuschen, das Teil ist echt klasse.

Als das Paket hier eingetroffen ist, war ich doch ein wenig von der Verpackung begeistert, das minimalistische Design hat mich direkt angesprochen, keine unnötige Plastik Verpackung oder sonstiger Müll. In dem kleinen Karton, befand sich dann auch lediglich das Tracker-Element, ein Silikon-Armband, sowie ein USB-Kabel mit dem der Tracker geladen wird, das wars.

Das Silikonarmband passt an jedem Arm mit einem Umfang zwischen 157mm und 205mm. Wenn wir schon beim Armband sind, wie es sich für 2016 gehört, könnt ihr euch zusätzliche Armbänder in jeglichen Farben und Materialien dazu kaufen. Da es für mich erst einmal nur um Test geht, lasse ich das Schwarze erst einmal dran, schwarz passt ja schließlich zu allem.

Das Armband sitzt für mein Gefühl sehr gut am Arm und stört in keiner Weise, die 5,5g Gesamtgewicht vom Xiaomi Mi Band 1S merkt man überhaupt nicht, optisch gibt es mit Sicherheit stylischere Fitnesstracker, aber ein ganz so schlechtes Bild hinterlässt das Xiaomi Mi Band 1S ja auch nicht.

Nachdem ich das Armband begutachtet habe und mir ein paar Informationen eingeholt habe, ging es mit dem iPhone erst einmal in den AppStore, wo ich mir die MiFit-App heruntergeladen habe. Als ich mir die Bewertung durchgelesen habe, hatte ich erst ein wenig Angst, die Leute beklagten dort, dass nach dem letzten Update Funktionen entfernt wurden.

Mi Fit
Mi Fit
  • Mi Fit Screenshot
  • Mi Fit Screenshot
  • Mi Fit Screenshot
  • Mi Fit Screenshot

In der letzten Wochen erschien dann aber ein neues Update der App und nun ist scheinbar alles wieder so, wie es vorher war, alle Funktionen wurden wieder implementiert und auch das Design wurde von Grund auf erneuert, einziger Haken an der App, sie ist auf Englisch. Was für mich kein Problem ist aber es wird mit Sicherheit einige geben, die deswegen beim Kauf auf ein anderes Armband setzen würden. Damit ihr die App nutzen könnt müsst ihr euch ein Konto bei Xiaomi anlegen.

Übrigens neben den bereits erwähnten Hauptfunktion, bietet die App in Zusammenhang mit dem Armband auch die Möglichkeit, sich morgens vom Band mit Vibrationen wecken zu lassen, was dafür sorgen soll, dass man angenehmer aus dem Schlaf kommt, bei mir will das aber nicht wirklich funktionieren, ich werde lediglich wach, fühle mich dann aber nicht angenehmer geweckt.

Der Herzfrequenzsensor und die fehlenden, bunten LEDs sind der einzige Unterschied zum Xiaomi Mi Band der ersten Generation. Mit dem Sensor hat man die Möglichkeit, seine Herzfrequenz zu messen, jedoch passiert das über den Tag hinweg nicht automatisch, man muss dazu jedes mal die App öffnen. Die einzige permanente Messung die man einstellen kann, ist beim schlafen, hierfür gibt es eine Option in den Einstellungen der App. Das ist sehr schade, interessanter wäre es, wenn man es generell aktivieren könnte, was dann z.B. beim Sport interessant wäre aber vielleicht wird das mit einem zukünftigen Update der App ja noch nachgeliefert, schauen wir mal.

Das Schlaftracking funktioniert für mein Gefühl richtig gut, um 100% sicher zu sein, müsste ich wahrscheinlich in ein Schlaflabor gehen und es da testen lassen aber was mir das Armband als Ergebnis liefert, scheint schon fast zu 100% zu stimmen.

Ein weiteres nennenswertes Feature vom Xiaomi Mi Band 1S ist die Aktivierung der Vibration bei eingehenden Anrufen, womit man dann in Zukunft hoffentlich keinen Anruf mehr verpasst, denn wenn ich das iPhone in der Hosentasche habe, dann ist es mir schon mal passiert, dass ich es nicht gehört bzw. die Vibrationen nicht bemerkt habe.

Alles in allem bin ich super zufrieden mit dem Band und möchte es nicht mehr missen. Wie bei jedem Fitnesstracker sollte ihr euch natürlich nicht auf die angezeigten Schritte verlassen, wenn ihr 500-1000 Schritte mehr als das anzeigte Ergebnis lauft, dann seid ihr auf der sicheren Seite. Jetzt habe ich so einen halben Roman geschrieben und habe total vergessen zu erwähnen, dass der Akku ewig hält, laut Angaben von Xiaomi selbst, einen Monat. In meiner App steht, dass es zum letzten Mal vor 57 Tagen geladen wurde, ich trage es aber erst seit gut zwei Wochen, weswegen ich hier noch keine 100%ige Aussage treffen kann. Wenn man sich aber mal die Bewertungen auf jeglichen Portalen durchliest, dann erreicht das Band aber locker den Monat Akkulaufzeit, awesome. Zu all den erwähnten Funktion kommt hinzu, dass das Armband wasserdicht ist. Was soll ich sagen? Das Teil ist einfach der Knaller!

Von mir gibt es eine 100%ige Empfehlung für das Armband, ohne wenn und aber. Der Funktionsumfang und auch der Preis sind einfach unschlagbar, vor allem auch dann, wenn man einfach nur einmal in die Thematik reinschnuppern möchte.

Wenn ihr zuschlagen wollt, dann schaut doch direkt mal bei Gearbest vorbei, dort gibt es das Xiaomi Mi Band 1S für knapp 18€.


Sponsored Post: Das Xiaomi Mi Band 1S wurde mir von Gearbest zur Verfügung gestellt.
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4 Kommentare zu “Xiaomi Mi Band 1S im Test

  1. MIUI GER

    Du kannst das Mi Band auch mit der Yeelight Nachttisch Lampe koppeln, diese erkennt dann wenn du einschläfst und geht dann autom. aus. Zudem soll der Wecker im Mi Band dich nicht komplett wecken. Es soll viel mehr eine Weckhilfe sein. Das Mi Band sucht sich +- 15min eine passende Weckzeit für dich raus, wenn du aus der Tiefschlafphase kommst. Dann soll es vibrieren, damit du den normalen Wecker auch ohne Mühe mitbekommst und dadurch nicht aus der Tiefschlafphase gerissen wirst. Es soll nicht den eigentlichen Wecker ersetzen.

    Es kann sein das die Akkulaufzeiten auf dem iPhone, gegenüber einem Android Gerät, verschieden sind. Da man unter Android auch weitere Apps zum Beispiel mit einer Alarmfunktion ausstatten kann, neben den eingehenden Anrufen. Auch der autom. Entsperrmodus ist meine ich nicht unter iOS integriert, dadurch dürfte da der Akkuverbrauch höher ausfallen. Unterm Strich aber ein netter Testbericht, welcher sich mit vielen anderen deckt.

    • Die Möglichkeit, das Band mit der Yeelight zu koppeln finde ich absolut spannend, das ist schon echt nice, das werde ich mir auf jeden Fall noch einmal genauer anschauen.

      Dass das Armband den richtigen Wecker nicht ersetzen soll, ist mir klar, das habe ich vielleicht so nicht ausformuliert aber bei mir hat es bis jetzt nichts gebracht.

      Du hast natürlich vollkommen recht, was die Akkulaufzeit und weitere Funktionen angeht, hier ist man mit iOS eingeschränkt. Wie du es bereits richtig erwähnt hast, kann man mit dem Armband unter Android auch das Smartphone entsperren unter iOS ist es nicht möglich, das lässt sich Apple nicht rumfuschen. Das finde ich in meinem Fall nicht wichtig, weil ich keinen Anwendungsfall dafür hätte, ein nettes Feature ist es aber dennoch.

      Vielen Dank für das Lob.

  2. vEnoMaZn

    hammer bericht. ich war mit der älteren version auch extremst zufrieden. schlicht aber es reicht. akku hält eine ewigkeit wenn man es nicht dauernd als „notification“-band benutzt, glaube es waren so mind. 4 wochen. http://goo.gl/28vbF7

    leider habe ich das miband nicht mehr aber bin irgendwie offen für neues, werde mir vllt eine „china“-smartwatch holen.

    • Vielen, vielen Dank. Es reicht vollkommen und wenn ich es optisch ein wenig verändern möchte, habe tausende Möglichkeiten, mir Bänder in verschiedenen Farben und Formen zu kaufen. Das ist echt klasse.

      Das mit den China Smartwatches habe ich mir auch schon einmal durch den Kopf gehen lassen, jedoch ist es meistens so, dass die eine eigene Software als Betriebssystem nutzen, das ist nicht so toll.

      Wenn die Android Wear nutzen würden, dann würde ich es mir noch einmal überlegen, wenn du diesbezüglich fündig wirst gib mir Bescheid.

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